Archiv für den Autor: Betty Fink

Über Betty Fink

Betty Fink (1974) ist als Kuratorin, Dozentin, fotografische Beraterin und Fotoredakteurin tätig. In dieser Funktion gibt sie Bücher heraus, kuratiert Ausstellungen, hält und organisiert Workshops, lehrt und entwickelt für Fotografen Konzepte zur Weiterentwicklung ihrer Arbeit und deren Marketing. Von 2003 bis 2015 ist sie Agenturleitung der Fotografenagentur Ostkreuz, hier arbeitet sie im Bereich journalistisch-, dokumentarisch- und künstlerischer Fotografie international mit allen wichtigen Magazinen, Ausstellungs- Institutionen, Stiftungen zusammen, repräsentiert die Fotografen und die Agentur. Als junger Mensch wollte sie selbst mal Fotografin werden, begann dann aber sicherheitshalber noch ein fotojournalistisches Volontariat bei der Agentur laif in Köln, hier war sie gerne für weitere drei Jahre als Redakteurin tätig. Neben Agentur, Büchern, Ausstellungen, Workshops und Beratung ist sie seit 2006 Dozentin an der Ostkreuzschule für Fotografie, hier unterrichtet sie die Fotoredaktions-Klasse. Die Studierenden begleiten und betreuen in einer Projektarbeit jeweils drei Ostkreuz-Fotograf*innen bei ihrer freien fotografischen Arbeit, diese drei Fotograf*innen und Arbeiten werden hier vorgestellt.

Jordis Antonia Schlösser: Garzweiler

Fotoredaktion der Ostkreuzschule: Verena Dorina, Nadja Köffler, Till Rimmele, Eva-Maria Tornette

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Vor 17 Jahren dokumentierte Jordis Antonia Schlösser das Verschwinden niederrheinischer Dörfer in den Braunkohlegruben RWEs. Nun kehrt sie für eine Bestandsaufnahme in die Region um Garzweiler, Etzweiler und Inden im Auftrag von arte zurück. Schlösser setzt da an, wo sie aufhörte – bei den Menschen, die dort wohnen und nicht aus ihrer Heimat wegziehen wollen. Einfühlsam dokumentiert sie die Verwüstung einer Kulturlandschaft und die Folgen für ihre Bewohner.

 

 
2 Berlin-190704-25-2785 Gemeinsam mit Jordis Schlösser knüpfen vier Bildredakteur*innen der Ostkreuzschule ihre Bilderstrecke von 2002/2003 an. Sie stellen vergangene Bilder denen des Hier und Jetzt gegenüber und erweiterten durch die Einbindung von Kartenmaterial die humanistische um die geografische Dimension.

 

 

3 Komposit TK25 Inden Hambach 1936-2019

Zwischenzeitlich sind Garzweiler, Etzweiler, Inden und der Hambacher Forst zu Symbolen des Klimawandels und der politischen Lethargie des Kohleausstiegs geworden. Durch den Verlust der Heimat schlägt die Apathie in Depression um.

 

 

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Die Tage dieser Energiegewinnung sind gezählt. Die Inseln des Widerstands gewinnen an Zulauf: ob ein Bauer welcher seinen Familienhof nicht verlassen will, die Bewohner*innen des Hambacher Forsts oder die Fridays for future Bewegung in den Städten, die Forderung nach dem Kohleausstieg schallt durch die Gesellschaft. Die Veröffentlichung dieser Arbeit ist für das vierte Quartal 2019 geplant

 

 

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