David Lynch im Flatz Museum Dornbirn

Mit seinen „Factory Photographs“ – entstanden zwischen 1980 und dem Jahr 2000 – ist David Lynch als Fotograf bekannt geworden. „I love industry. Pipes. I love fluid and smoke. I love man-made things. I like to see people hard at work, and I like to see sludge and man-made waste.” So hat Lynch seine Serie kommentiert. Doch Menschen waren hier keine zu sehen. Stattdessen: dunkle, monströse Maschinen, labyrinthische Werkhallen, Ruinen der Moderne. Lynch ist ein Liebhaber des Unheimlichen.

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(c) David Lynch: “Emily Scream”

Nach Sigmund Freud ist „Das Unheimliche“ stets im gleichen Maße vertraut wie unvertraut. Es ist für ihn „Wiederkehr des Verdrängten“, das sich in einem unheimlichen, existenziellen Gefühl äußert, einem Gefühl des Nicht-zuhause-seins. In seinen Filmen wie „Eraserhead“, „Blue Velvet“, „Twin Peaks“, „Lost Highway“ oder „Mulholland Drive“ ist es David Lynch immer wieder gelungen, dieses Gefühl zu transportieren – und eine neue Ästhetik des Unheimlichen zwischen Horror und Film noir zu erschaffen.

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(c) David Lynch: “Come See For Yourself”

In der Fotografie gelingt ihm das in vielen Arbeiten auch, wie jetzt die Ausstellung „David Lynch. Transient – Fotografien“ zeigt, die ab dem 11. April im Flatz Museum in Dornbirn zu sehen ist. Es ist die erste Einzelausstellung in Österreich, die Bilder von psychologischer Dichte und experimenteller Kraft zusammenbringt: „Es ist egal, wo eine Sache anfängt, was zählt, ist darauf zu achten, wohin die Ideen dich führen“, so David Lynch.

www.flatzmuseum.at