Coverbild Tapta
Tapta
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Dieser Titel ist demnächst erhältlich.
Institution: Muzeum Susch
Künstler*in: Tapta
Herausgegeben von: Liesbeth Decan
Texte von: Sarah van Beurden, Greet Billet, Camiel van Winkel, Ann Coxon, Liesbeth Decan, Marta Kowalewska, Grażyna Kulczyk, Marika Kuźmicz, Virginie Mamet, Sergio Martisn, Anda Rottenberg
Gestaltet von: Harald Pridgar
Englisch
Juli 2024 , 192 Seiten
Klappenbroschur
240mm x 165mm
ISBN: 978-3-7757-5766-9
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Die in lockerer chronologischer Folge angeordnete Ausstellung gibt einen Überblick über Taptas Werk, das im Wesentlichen in zwei »Perioden« unterteilt ist: die in den 1960er bis Anfang der 1980er Jahre entstandenen Textilarbeiten und die Neoprenarbeiten der 1980er bis 1990er Jahre.

Die Ausstellung lenkt das Augenmerk zunächst auf Taptas Textilarbeiten, in denen sie sich durch experimentelle Techniken wie das Verdrehen ihrer gewebten Stücke und insbesondere durch die Verwendung von Seilen, die sie knotete und zu organischen Raumkörpern zusammenfügte, immer weiter von der traditionellen Weberei entfernte. Ihre Arbeiten ragten aus der Wand heraus, wurden dreidimensionaler und interagierten zunehmend mit dem Raum und den Betrachter*innen, die eingeladen waren, die Werke nicht nur visuell, sondern auch taktil und physisch zu erleben, indem sie um sie herumliefen und sogar in sie eintraten.

Ihre erste Einzelausstellung fand 1966 in der Galerie Les Métiers in Brüssel statt. Danach wurden ihre Werke in großen Ausstellungen in Belgien und im Ausland präsentiert, unter anderem auf der 4. internationalen Tapisserie-Biennale 1969 in Lausanne. Diese Ausstellung, bei der ihre Arbeiten neben denen von Magdalena Abakanowicz, Jagoda Buić, Elsi Giauque und Sheila Hicks gezeigt wurden, ermutigte sie, den Weg des unkonventionellen Experimentierens mit Textilien weiterzugehen. In den 1980er Jahren wechselte sie ganz radikal von gewebten Textilien und Kordeln zu Neopren. Mit diesem industriell hergestellten Kautschuk schuf sie große schwarze Installationen, die aber immer noch ihre Idee der »flexiblen Skulptur« repräsentieren. Tapta starb 1997 unerwartet, gerade als ihr Heimatland Polen ihr Werk in einer großen Einzelausstellung in der Nationalgalerie Zachęta in Warschau entdeckte und ihre monumentale Skulptur Esprit Ouvert in der Nähe des Brüsseler Nordbahnhofs eingeweiht wurde.

TAPTA (1926–1997) wurde als Maria Irena Boyé, später Wierusz-Kowalska, in Polen geboren und kam als politische Geflüchtete mit ihrem Mann Krzysztof nach Belgien, nachdem sie am Warschauer Aufstand 1944 teilgenommen hatte. Sie studierte Weberei an der Nationalen Hochschule für Bildende Künste La Cambre in Brüssel, wo sie 1949 ihren Abschluss machte. Von 1950–1960 lebte das Paar in Belgisch-Kongo (heute Demokratische Republik Kongo). Von 1960 bis zu ihrem plötzlichen Tod arbeitete Tapta in Brüssel als Künstlerin und – von 1976 bis 1990 – als Professorin in La Cambre.
AUSSTELLUNG

Muzeum Susch

01.07.2024–30.11.2024
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