Matthew Barney Drawing Restraint 7

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Herausgegeben von: Cristina Bechtler Texte von: Klaus Kertess Deutsch, Englisch November 1995, 76 Seiten, 76 Abb. Broschur 230mm x 305mm
ISBN: 978-3-89322-792-1
Matthew Barneys wunderbar schreckliche Videobildwelten in Buchform

Wenn es bei der documenta IX, zumindest inoffiziell, um den Körper und das Körperliche ging, kann Matthew Barney - 1992 noch nicht allzu bekannt, jetzt aber zunehmend als Entdeckung und Jungstar gefeiert - als einer der Hauptakteure gelten. Wie etwa bei Cindy Sherman, FLATZ oder Gilbert & George wird der Körper (häufig der eigene) in Barneys Arbeiten zum Kunstmaterial und Ausdrucksmittel des geistigen Konzepts. Bei seinen Skulpturen, Performances, Aktionen und Videoinstallationen, in denen androgyne Geschöpfe, surreale Zwittergestalten, Figuren der Mythologie ihr (Un-)Wesen treiben, ist der Körper verformt, hypertroph, mit Prothesen und Auswüchsen verlängert und nimmt so teil am Spiel mit Transzendenz und Kreativität durch Beschränkung. Bei »Drawing Restraint«, der zu einem Buch gewordenen Videoinstallation, sind es Satyrn, dionysische Fruchtbarkeitsdämonen, die panischen Schrecken und höllische Lust bereiten. Zum Künstler: Matthew Barney, geboren 1967 in San Francisco, lebt in New York. Erste größere und aufsehenerregende Einzelausstellung 1991 in der Barbara Gladstone Gallery, New York, die ihn neben der Stuart Regen Gallery, Los Angeles, vertritt. 1993 Teilnahme an der Biennale Venedig (Aperto, Preis »Europa 2000«) und an der documenta IX 1992 in Kassel. 1995 Einzelausstellung (u.a.)in der Tate Gallery, London.