»Die Koligsche Kunst ist geistiger Bolschewismus« - Ein Bildersturm im Dritten Reich Ein Bilderstrm im "Dritten Reich": Die Fresken Anton Koligs und seiner Stuttgarter Akademieklasse im Landhaus zu Klagenfurt

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Herausgegeben von: Prof. Wolfgang Kermer Vorwort von: Prof. Wolfgang Kermer Texte von: Erwin Hirtenfelder Deutsch August 2001, 120 Seiten, 44 Abb. gebunden 235mm x 200mm
ISBN: 978-3-7757-9097-0

Der von Gustav Klimt früh geförderte und neben Egon Schiele und Oskar Kokoschka zu den Hauptvertretern des österreichischen Expressionismus zählende Maler und Zeichner Anton Kolig war von 1928 bis 1943 Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Unter seinem Einfluss hatte sich in den zwanziger Jahren in Nötsch im reizvollen Kärntner Gailtal ein unter der Bezeichnung »Nötscher Kreis« bekannt gewordenes Zentrum avantgardistischer Malerei etabliert. Im Rahmen eines Sommeraufenthaltes statteten Kolig und seine Stuttgarter Studenten einen Raum des »Landhauses«, des Landtags in Klagenfurt, mit großformatigen Fresken aus. Die wegen ihrer Modernität in konservativen Kreisen schon bald heftig umstrittenen Arbeiten führten auch im Klagenfurter Landtag zu erregten, mit stark populistischen und teilweise rechtsradikalen Untertönen beladenen Debatten, die in diesem Band von dem österreichischen Kunsthistoriker Erwin Hirtenfelder gerade deshalb so gründlich dokumentiert sind, weil sie für die damalige Zeit und ihr geistiges Klima so bezeichnend sind. Im Gefolge der politischen Entwicklung kam es auch hier zu einem regelrechten Bildersturm, dem die Fresken auf bis heute nur unvollständig geklärte Art und Weise zum Opfer fielen.