Teresa Margolles

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Herausgegeben von: Udo Kittelmann, Klaus Görner Deutsch, Englisch, Spanisch Juni 2004, 276 Seiten, 29 Abb. gebunden 243mm x 175mm
ISBN: 978-3-7757-1473-0
Der gemeinhin verdrängten und doch so zentralen Thematik des Todes widmet sich Teresa Margolles in ihren eigentümlich-faszinierenden Arbeiten und Serien.

Die mexikanische Künstlerin Teresa Margolles (*1963) setzt sich in ihren Arbeiten mit dem vielleicht letzten großen Tabuthema unserer Zeit auseinander: mit dem Tod. Ihr Interesse ist dabei nicht auf folkloristische Rituale gerichtet, sondern auf die greifbare Realität der Leiche. »Wie viel durchlebt eine Leiche?«, fragt die Künstlerin, gerichtsmedizinische Assistentin und Kommunikationswissenschaftlerin Margolles. In einer minimalistischen Ästhetik transformiert sie vergangenes Leben, überführt es durch künstlerische Intervention in die Wahrnehmbarkeit und entreißt damit »ihre« Toten dem anonymen Verschwinden. Diese erste Publikation zum Schaffen von Teresa Margolles enthält neben einer kunsthistorischen Einordnung ihres Werkes durch Gabriela Jauregui ein Nachwort des spanischen Künstlers Santiago Sierra sowie einen literarischen Text des mexikanischen Killerroman-Autors Elmer Mendoza: Die kurze Kriminalgeschichte gibt in einer experimentellen Sprache einen Eindruck vom Leben in Culiacán, einer der Drogenhochburgen Mexikos. Ausstellung: Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main 24.4.-15.8.2004