Hermann Nitsch Das Sechstagespiel des Orgien Mysterien Theaters Prinzendorf 3.-9.August 1998

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Herausgegeben von: Dr. Otmar Rychlik Texte von: Prof. Hermann Nitsch, Dr. Otmar Rychlik Deutsch Oktober 2003, 440 Seiten, 592 Abb. Leinen mit Schutzumschlag 303mm x 252mm
ISBN: 978-3-7757-1339-9
Das alle Sinne beanspruchende Gesamtkunstwerk ist das Kunstideal des Aktionskünstlers Hermann Nitsch. Im hier dokumentierten Sechstagespiel im niederösterreichischen Prinzendorf hat er es spektakulär umgesetzt.

Der österreichische Künstler Hermann Nitsch gilt als bedeutendster Wegbereiter des Wiener Aktionismus, der ab den späten fünfziger Jahren zunächst mit von Tachismus und Abstrakten Expressionismus beeinflusster Aktionsmalerei von sich reden machte. Er entwickelt seit dem Jahr 1958 seine Idee vom Orgien Mysterien Theater, einem Gesamtkunstwerk, das alle Sinne beansprucht. Eine psychoanalytische Dramaturgie versucht, durch die Inszenierung exzessiver Aktionen beim Zuschauer eine Katharsis zu bewirken. Der Gedanke des Mysterienspiels wird dabei von Kult- und Ritualhandlungen, der griechischen Tragödie, den Musikdramen Richard Wagners und Alexander Skrjabins Projekt Mysterium abgeleitet. Seit 1971 finden die Spiele des Orgien Mysterien Theaters in Prinzendorf in Niederösterreich statt. Der reich bebilderte Band dokumentiert den bisherigen Höhepunkt dieser Veranstaltungen - die vermutlich umfangreichste Kunstaktion der Geschichte. Damals realisierte Hermann Nitsch mit mehr als 250 Akteuren und 180 Musikern in einem beeindruckenden dionysischen Kraftakt mit größtem Materialaufwand sechs Tage und sechs Nächte seines Spiels: Es kamen Unmengen von weißem Stoff, Blumen, Rosen, Weintrauben, Tomaten, rohem Fleisch und Tierblut zum Einsatz. Zum Künstler: Hermann Nitsch *1938 in Wien. Von 1962 bis zur Gegenwart Aktionen u. a. in Wien, London, Amsterdam, Paris, Berlin, Köln, München, Frankfurt, Neapel, Mailand, Rom, Zürich, New York, Los Angeles, Vancouver, Prinzendorf. 1972 Teilnahme an der documenta 5, 1982 an der documenta 7. Lehrt seit 1989 an der Hochschule für Bildende Kunst in Frankfurt/Main.

»Der letzte Tabubrecher.«

Süddeutsche Zeitung