Prüderie und Leidenschaft Der Akt in viktorianischer Zeit

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Herausgegeben von: Alison Smith Vorwort von: Dr. Christoph Vitali Texte von: Michael Hatt, Martin Myrone, Alison Smith u.a. Deutsch November 2001, 288 Seiten, 268 Abb. Leinen mit Schutzumschlag 306mm x 243mm
ISBN: 978-3-7757-1099-2
War das viktorianische Zeitalter wirklich so prüde, wie wir heute annehmen? Der prachtvolle Bildband gewährt neue, überraschende Einblicke.

Jede naturalistische Darstellung des nackten Körpers galt den Viktorianern als moralisch gefährdend. Dagegen verstand man das Aktbild im winkelmannschen, antikischen Sinne als durchaus züchtig, als hehre Kunst. Pikanterweise dienten den Künstlern häufig Prostituierte als Nacktmodelle, deren Abbilder durch klassische Bildthemen überhöht und »gereinigt« wurden. Solche Malerei war hoffähig; Queen Victoria schenkte ihrem Prinzgemahl Albert ganz offiziell alljährlich zum Geburtstag eine Aktstudie als Sinnbild ihrer reinen Liebe. Zur faszinierend-kontroversen Darstellung des nackten weiblichen, aber auch männlichen Körpers im viktorianischen Zeitalter bietet der Band einen üppigen Bilderbogen, begleitet von Ausführungen namhafter Kunsthistoriker: Gezeigt wird die Bedeutung der Aktdarstellung für anerkannte Künstler, etwa Millais, Rossetti, Burne-Jones, Whistler oder Sargent, wie für weniger bekannte Zeitgenossen. Aber auch die erstaunlich reiche Repräsentation von Nacktheit in anderen Medien, wie Zeitschriften, Werbung, Film und Fotografie, wird dokumentiert und erläutert. Ausstellungen: Tate Britain, London 1.11.2001-27.1.2002; Haus der Kunst, München 1.3.-2.6.2002; Brooklyn Museum of Art, New York 6.9.2002-5.1.2003; Kobe City Museum, Kobe Februar bis März 2003; Geidei Museum, Tokio Juni bis August 2003

»In knappen leserfreundlichen Texten wird der englische Akt im 19. Jahrhundert buchstäblich von allen Seiten beleuchtet, so dass sich ein profundes, den bisherigen Forschungsstand erweiterndes Epochenbild ergibt.«

Neue Zürcher Zeitung