BUCHVORSTELLUNG: ASTRA ZARINA

Am Donnerstag, den 2. Juli 2026, präsentieren der Hatje Cantz Verlag und das CCA Berlin – Center for Contemporary Arts die Neuerscheinung Astra Zarina – Lessons on Continuity and Change. Die Buchvorstellung bildet den Auftakt zur neuen Buchreihe She Was an Architect, die sich dem Leben und Wirken vergessener und übersehener Architektinnen des 20. Jahrhunderts widmet. Zur Feier des Erscheinens laden die Initiatoren zu einem exklusiven Gespräch in die Kapelle des CCA Berlin auf dem Breitscheidplatz ein.

Die Veranstaltung im Überblick

Was: Buchvorstellung und Gespräch: Astra Zarina – Lessons on Continuity and Change
Wer: Laura Helena Wurth (Autorin und Journalistin) im Gespräch mit Anh-Linh Ngo (Architekturtheoretiker und Herausgeber ARCH+)
Wann: Donnerstag, 2. Juli 2026, um 18:30 Uhr
Wo: CCA Berlin – Center for Contemporary Arts (Kapelle), Breitscheidplatz, 10789 Berlin

Zum Buch

Im ersten Band der Reihe She Was an Architect beleuchtet die renommierte Journalistin Laura Helena Wurth das außergewöhnliche Leben der amerikanisch-italienischen Architektin Astra Zarina (1929–2008). Zarinas Lebensweg und Schaffen entfaltete sich in einem dynamischen Bogen zwischen Riga, Seattle, Berlin und Rom.

 

Bevor sie 1960 als erste Frau überhaupt den begehrten Rome Prize der American Academy für Architektur gewann, war Astra Zarina in Berlin an der wegweisenden Planung des modernistischen Märkischen Viertels beteiligt. Danach verlagerte sich ihr Fokus spürbar: Sie zog nach Rom, widmete sich fortan intensiv der Ausbildung kommender Generationen sowie dem Erhalt historischer Bausubstanz. Zu ihren bleibenden Leistungen gehört die aufwendige Restaurierung alter Häuser im damals verlassenen italienischen Bergdorf Civita di Bagnoregio sowie die Gründung des Rome Program der Washington University im Jahr 1970.

Zarinas pädagogischer Ansatz war visionär, ganzheitlich und aktueller denn je. Legendär bleibt ihr Lehrsatz: »If you want to be an architect, first you have to learn how to cook!« – ein Ausdruck ihres Verständnisses, dass Baukultur untrennbar mit der Lebensart verwoben ist. Das Buch versammelt zum Teil unveröffentlichte Fotografien aus Zarinas Nachlass sowie der Stiftung des Civita Institutes und enthält unter anderem ein exklusives Interview mit ihrem ehemaligen Schüler, dem weltbekannten Architekten Steven Holl.

Die Reihe

Die übergeordnete Reihe She Was an Architect schließt eine maßgebliche Lücke in der Geschichtsschreibung der Architektur. Sie zeigt auf, wie die innovativen und oft nachhaltigen Arbeitsweisen von Architektinnen bis heute neue Perspektiven auf aktuelle Debatten um Raum, Erhalt und Ökologie eröffnen können.

Die Autorin

Laura Helena Wurth (*1989 in Berlin) arbeitet als Kritikerin und Autorin. Sie schreibt regelmäßig über zeitgenössische Kunst und Architektur, unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) und KUNSTFORUM International. Zudem ist sie als Redakteurin für Deutschlandfunk Kultur tätig.

Die Partner-Institution

Das CCA Berlin – Center for Contemporary Arts ist ein Ort für zeitgenössische Kunst und interdisziplinären Austausch im Herzen Berlins.

 

Veröffentlicht am: 29.06.2026
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