Vom Manuskript zum Buch

Vorab-Checkliste

  • Sind die Autoren über den Abgabetermin und den festgelegten Umfang ihrer Beiträge informiert (vgl. den Abschnitt »Zeichenzahlen«)?
  • Gibt es Texte oder Abbildungen, für die eine zeitaufwändige Rechteklärung absehbar ist?
  • Ist genügend Zeit eingeplant für Beiträge, die übersetzt werden müssen, und Zitate, die im Original recherchiert werden müssen?
  • Ist das Abbildungsmaterial bestellt?
  • Sind die Bildlegenden (auch für Vergleichsabbildungen) komplett?

Manuskript

Je besser die Manuskripte vorbereitet sind, desto schneller und effizienter gestaltet sich die Produktion Ihrer Publikation. Hier ein paar Tipps:

Allgemeines
Um aufwändige Korrekturgänge zu vermeiden, ist es wichtig, dass alle Elemente der Publikation (auch Bildlegenden etc.) im Manuskriptstadium lektoriert werden. Auch Änderungswünsche in späteren Stadien sollten immer dem Lektorat mitgeteilt werden.

Zeichenzahlen
Die Gesamtzeichenzahl ist ein fester Bestandteil der Terminplanung und Verlagskalkulation. Daher ist es wichtig, den vereinbarten Umfang einzuhalten und die mitwirkenden Autoren vorab über den maximalen Umfang ihrer Beiträge zu informieren.

Der Umfang eines Textes lässt sich im Programm »Word« leicht selbst ermitteln: Im Menü »Extras« unter dem Punkt »Wörter zählen« finden Sie den Eintrag »Zeichen mit Leerzeichen«. Kreuzen Sie hier bitte die Option »Fußnoten und Endnoten berücksichtigen« an.

Eine »Norm-Manuskriptseite« hat 1.800 Zeichen (inklusive Leerzeichen). Teilt man die Zeichenzahl eines Textes durch 1.800, so erhält man die Anzahl der Manuskriptseiten. Ein Text mit 18.000 Zeichen hätte zum Beispiel einen Umfang von zehn Manuskriptseiten.

Achtung: Die Manuskriptseiten sind nicht zu verwechseln mit den Druckseiten einer Publikation. Wie viele Zeichen auf eine Buchseite passen, hängt von der Schriftgröße und dem Layout ab.

Erfassungsrichtlinien
Unsere »Erfassungsrichtlinien« erhalten Sie im Vorfeld eines Projekts. Sie bieten eine Hilfestellung bei der Vorbereitung der Manuskripte nach einheitlichen Kriterien und sollten an die mitwirkenden Autoren weitergegeben werden.

Satzfreigabe
Die lektorierten Manuskripte werden dem Herausgeber oder Autor zur Freigabe vorgelegt, bevor sie in Satz gehen. In diesem Stadium sollten letzte Textänderungen gemacht werden, um aufwändige Fahnenkorrekturen zu vermeiden.

Die Satzfahne ist ein Ausdruck des Layouts, das den lektorierten Text und die grob aufgelösten Bilddaten (Layoutdaten) enthält.

Von der ersten Satzfahne erhält sowohl der Auftraggeber wie auch der Lektor ein Exemplar zum Korrekturlesen. Die gesammelten Fahnenkorrekturen werden im Lektorat in ein Exemplar übertragen, nach dem die Korrekturen ausgeführt werden. Der Korrekturabgleich anhand der zweiten Satzfahne wird im Lektorat durchgeführt.

Bei der Blaupause handelt es sich um einen Farbausdruck der so genannten Post-Script-Dateien. Sie ist die »letzte Station« vor dem Druck. Die grob aufgelösten Bilddaten der Satzfahne werden hier durch hoch aufgelöste Bilddaten in Druckqualität (Feindaten) ersetzt. Im Gegensatz zu den Andrucken ist die Blaupause nicht farbverbindlich.

Textrechte
Sollte Ihre Publikation längere Passagen aus bereits gedruckten Werken enthalten, müssen die Nutzungsrechte hierfür erworben werden. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Terminplanung und informieren Sie frühzeitig das Lektorat.

Bildrechte
Das Thema »Bildrechte« teilt sich in zwei Bereiche auf, die oft miteinander verwechselt werden:

  • die Urheberrechte an den abgebildeten Werken (Bildnachweis »© der abgebildeten Werke ...«)

Die Urheberrechte liegen bei den Künstlern, ihren Rechtsnachfolgern oder Verwertungsgesellschaften wie der VG Bild-Kunst. 70 Jahre nach dem Tod eines Künstlers erlischt das Urheberrecht an seinem Werk.

Von Rechteinhabern oder Verwertungsgesellschaften müssen – unabhängig von der geplanten Abbildungsgröße – Reproduktionsgenehmigungen eingeholt werden. 

  • die Rechte an der fotografischen Wiedergabe (Fotonachweis)

Die Rechte an der fotografischen Darstellung eines Werkes liegen bei den Fotografen, ihren Rechtsnachfolgern oder der Institution, in deren Auftrag die Fotografie gemacht wurde. Bitte denken Sie daran, die Creditlines von den Vorlagen für den Fotonachweis zusammenzustellen, bevor diese verschickt werden.

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