Regina Schmeken

Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU

Regina Schmeken
Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU

Text(e) von Matthias Rogg, Gorch Pieken, Katja Protte, Hans Magnus Enzensberger, Barbara John, Feridun Zaimoglu, Annette Ramelsberger, Hrsg. Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Dresden, Gestaltung von Marc Naroska

Deutsch

2016. 144 Seiten, 80 Abb.

Halbleinen

22,00 x 30,50 cm

ISBN 978-3-7757-4158-3

»Das Beklemmendste an diesen Fotografien ist, dass auf ihnen weder die Mörder noch die Mordopfer zu sehen sind. An Schmekens Aufnahmen wirkt gerade das Unauffällige, Banale und Gewöhnliche unheimlich.« – Hans Magnus Enzensberger

Im Frühjahr 2013 begann Regina Schmeken, die Tatorte des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) zu fotografieren. Um der Beklemmung zu begegnen, die jeden ergreift, der sich mit den Attentaten auseinandersetzt, entschloss sie sich, die Fotografien im Rahmen einer Ausstellung zu zeigen. Dabei geht es darum, die Ungeheuerlichkeit dieser scheinbar willkürlichen Gewalt zu vergegenwärtigen sowie der Ermordeten zu gedenken. Der Titel bezieht sich auf die Propagandaformel »Blut und Boden« und damit auf die Überzeugung der Nationalsozialisten, dass ein »gesunder Staat« nur auf der Einheit von »eigenem Volk und Boden« gründen kann. Die Opfer des NSU waren vor allem türkischstämmige Mitbürger, die kaltblütig umgebracht oder schwer verletzt wurden. Regina Schmeken fotografierte in acht deutschen Städten Orte, die auf den ersten Blick keine Spuren mehr aufweisen. Entstanden ist ein großformatiger Bilderzyklus in Schwarz-Weiß, dessen Motive in dem vorliegenden Bildband dokumentiert sind. Die Fotografien, die die Geschehnisse mit bildnerischen Mitteln gleichsam aufarbeiten, wirken verstörend eindrücklich.

Ausstellungen: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Dresden 3.11.2016–7.5.2017 | sowie weitere Ausstellungsorte

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