Miguel Rothschild

Miguel Rothschild

Text(e) von Beatrice von Bismarck, María Cecilia Barbetta, Gestaltung von Vera Rammelmeyer

Deutsch, Englisch

2015. 184 Seiten, 101 Abb.

Leinen

24,50 x 29,50 cm

ISBN 978-3-7757-4024-1

Kunst, die aus dem Rahmen fällt…

Miguel Rothschild ist nichts heilig. Der in Berlin lebende argentinische Künstler (*1963) spielt gerne mit Versatzstücken aus der Kirchengeschichte und mit Wahrnehmungsgewohnheiten: Fotografien von Kathedralfenstern und -rosetten werden für seine überraschenden Bildobjekte gelocht oder mit farbiger Angelschnur behängt – wie Konfetti oder bunter Regen rieseln so die gläsernen Marienbildnisse und Heiligenfiguren von der Wand. In der Serie The Birds bevölkert Rothschild Szenenbilder aus Alfred Hitchcocks gleichnamigem Film mit Heilig-Geist-Tauben aus der Kunstgeschichte, mit höchst sinistrem Ergebnis. Aus Beichtgittern baut er Geschicklichkeitsspiele; es gilt, das Unmögliche zu versuchen und auf jedem Kreuz eine von unzähligen Kugeln zu platzieren. Selbst den Urknall stellt er aus Symbolen und Zeichen aus Comicstrips auf bemalter Leinwand nach – am Anfang war das Wort? Erfrischend respektlos eignet sich Rothschild kunsthistorische Ikonen an, befreit sie von Status und Rolle und setzt dabei auf die subversive Kraft des Lachens.

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