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Another expert every month: We invite well-known bloggers and specialists from the international photography scene... Read more »

7 großartige (Foto)Magazine

Einmal die Woche gehe ich Bücher und Magazine anschauen und kaufen. Mein Freund mag es mehr, wenn ich mir alles nur ansehe und dann wieder zurücklege. Das Bücherregal in unserer Wohnung ist längst übervoll und die Stapel auf dem Boden sind schon so hoch, dass sie irgendwann umfallen. Das wird dann aussehen, als hätte jemand mit Büchern Domino gespielt. Und trotzdem gehen wir jeden Samstag zusammen – sofern wir beide am Wochenende zu Hause in Hamburg sind – in die Schanze, um eine Runde durch die Buchhandlung Cohen + Dobernigg zu drehen.

Ich glaube, Cohen + Dobernigg ist die am besten sortierte Buchhandlung in Hamburg, jedenfalls finde ich dort meist eine Neuerscheinung, von der ich nichts wusste. Oder Titel, die andere gar nicht erst in ihr Sortiment aufnehmen würden. In der Buchhandlung im Haus der Photographie informiere ich mich über Fotobücher, sehr oft im Gespräch mit den Mitarbeitern, und bei Gudberg Nerger in der Neustadt gibt es alle Indie Magazine, nach denen ich suche. Ziemlich gut ist, dass man bei Gudberg Nerger einfach sagen kann, hey, was gibt es denn Neues oder besonders Tolles und dann geht man nach zwei Stunden und einer guten Unterhaltung über Fotografie und Magazine mit einem Stapel Heften unter dem Arm oder mit einer Flasche Bier in der Hand nach Hause.

Unregelmäßig meldet sich mein guter Bekannter Tho, auf Instagram als @lastguest_hh bekannt, bei mir und schickt mir Links zu Magazinen, die mich interessieren könnten. Tho bestückt in Hamburg ausgewählte Kaffeeläden mit Indie Magazinen, bei den Public Coffee Roasters in der Neustadt verkauft er sie unter dem Namen Coffee Table Mags – und natürlich im Internet.

Was ich in den letzten Monaten so gekauft habe und empfehlen kann:theonesweloveDer Titel The Ones We Love klingt unfassbar kitschig, aber das macht nichts. Das hier ist die dritte Ausgabe aus dem Sommer 2016. Die Studio Managerin von Alec Soth, Carrie Elizabeth Thompson, sollte mit ihm über sein Projekt Niagara sprechen, das machte sie etwas nervös, weil sie ihn schon so oft Fragen dazu hat beantworten hören. Was sollte sie ihn jetzt noch Neues fragen? Also unterhielt sie sich mit ihm über das Thema Liebe. Ihre erste Frage: “How do you define love?” Er antwortet: “(…) I guess love has to do with the feeling of an external being not being truly separate. You feel like another person is part of you the way your toes are a part of you. But surely there are many different kinds of love. My hands feel like a bigger part of myself than my toes and so on.”

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On top zum Thema Propaganda (Robert Rauschenberg, Christopher Anderson und mehr) dieser Ausgabe kommt Thomas Mailaender und Self Portrait.

The Printed Dog hatte mich sofort als Leser, weil beispielsweise Ryan McGinley seinen Hund Dick fotografiert hat und Juergen Teller Straßenhunde (beides Ausgabe 1). Das Titelbild dieser Ausgabe stammt von Terry Richardson.

Ein bisschen traurig bin ich ja, dass Teenie Magazine Mitte der 90er nicht aussahen wie Sofa von Ricarda Messner und Caia Hagel. Das Thema der zweiten Ausgabe: Cyberlove. Nicht nur für Teenager, natürlich.

Das ist das Jubiläumsheft von Der Greif. Wem Instagram zu durcheinander und unübersichtlich ist, weil mal zu viel und mal zu wenig kuratiert, wird mit dieser, der zehnten Ausgabe sehr glücklich.

Dieses Mal habe ich mir das System Magazin wegen des Beilegers gekauft. Juergen Teller sollte eigentlich Rihanna fotografieren, die musste sehr kurzfristig absagen, deshalb gibt es jetzt also von ihm Waiting vor Rihanna. Juergen Teller, wie er über eine Hanfplantage hüpft usw. usf.

The Travel Almanac lese ich gern wegen der Interviews. Und wenn es eine Titelgeschichte über Taryn Simon gibt, lese ich erst recht.

Vielleicht sollte ich noch kurz etwas zu den Fotos in diesem Beitrag sagen. Es ist schon eine Weile her, dass ich auf Instagram solch ein Foto von mir teilte – Kaffee in der Hand, Magazin auf dem Tisch, Strickjacke an. Meine Follower fanden die Strickjacke ziemlich gut, deshalb ziehe ich sie jetzt immer an, wenn ich ein Foto von einem Magazin teilen möchte. Meine Follower freut das. Kaffee trinke ich eigentlich gar nicht, Cola oder Kakao machen sich aber nicht so gut auf Instagram. Alles recht bescheuert, ich weiß. Wenn Sie mir jetzt trotzdem auf Instagram folgen möchten, bitte hier entlang.

Selfies und Verehrung auf Instagram. Chris Dranges “Relics”

“Instagram ist mittlerweile ein Sujet wie Landschaft”, sagt der Künstler Chris Drange. Richard Prince hat sich als bekannter Künstler die Fotos Unbekannter angeeignet, Chris Drange als beinahe Unbekannter hat jetzt die Selfies bekannter weilblicher Stars refotografiert und unter dem Titel “Relics” veröffentlicht. 

Die erste Band, für die ich mich interessierte, waren in den 90ern New Kids on the Block. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf die Band kam, ich weiß nur noch, dass in meinem Kinderzimmer Poster von New Kids on the Block hingen. Später waren es Poster der australischen Band Silverchair, im Zimmer nebenan bei meiner Schwester hing die Kelly Family, unser damals bester Freund, der Nachbarsjunge mochte die Prinzen. Wenn wir uns über unsere Lieblingsbands informieren wollten, mussten wir zum Zeitschriftenladen laufen und in der Bravo blättern. Über Silverchair wurde nicht sehr viel geschrieben in der deutschen Presse. Immer wieder erzählten sie, wie sie auf den Namen gekommen sind und wie sie mit 14 bei einem Musikwettbewerb gewonnen haben und dann plötzlich mit der Single „Tomorrow“ auf Platz 1 der Charts landeten.

Als sich Sänger Daniel Johns nach acht Jahren Beziehung und vier Jahren Ehe von Natalie Imbruglia scheiden ließ, fand sich darüber so gut wie nichts in den Medien, denn beide sprachen einfach nicht mit den Medien über ihre Trennung. Heute ist Daniel Johns auf Instagram, seine jeweils aktuelle Freundin postet Fotos aus seinem Haus und wie sie gemeinsam im Bett liegen, er selbst auch – und wenn es dann zur Trennung kommt, streitet sich die Schwester der aktuellen Freundin mit der Ex-Freundin auf Instagram. Er liebt mich mehr. Nein meine Schwester. So eine tiefe Beziehung wie wir werden die beiden nie haben. Usf. Die Medien freuen sich, die Fans auch. Kommen kritische Kommentare von den Fans (trink weniger Alkohol, mach mehr Musik, geh zurück zu Natalie Imbruglia), löscht und blockt Daniel Johns. Ich würde gern ein Buch darüber lesen, wie sich die Fankultur durch soziale Medien verändert hat.

Derweil ist ein kleines Büchlein von einem Künstler erschienen, kaum größer als ein Smartphone, das zeigt, wie Verehrung in Zeiten von Instagram aussehen kann. Der Titel: „Relics“, also die Reliquie. Chris Drange hat sich die Spitze von Instagram fast ein Jahr lang angeschaut, um herauszufinden, was typisch ist. An der Spitze sind übrigens fast nur Frauen. Darunter Selena Gomez mit 123 Millionen Followern, Kim Kardashian mit 101 Million Followern, Ariana Grande mit 110 Millionen Followern, Kylie Jenner mit 95.8 Millionen Followern, Kendall Jenner mit 82.2 Millionen Followern und Miley Cyrus mit „nur“ 69.5 Millionen Followern.

Was er gefunden hat, sind Selfies auf der einen Seite und auf der anderen Seite Kommentare von weiblichen Fans, die sein wollen wie ihr Star: so hübsch, so reich, so erfolgreich. Sie posten auch Selfies, ganz ähnlich wie ihr Idol. Im Buch hat Drange das Selfie des Stars dem Profilbild des Followers gegenübergestellt und darunter den Kommentar geschrieben. In der Ausstellung hängen jetzt gerahmt die refotografierten Selfies der weiblichen Influencerinnen, wie Drange die berühmten Frauen in seinem Vorwort nennt. Dort steht über den Titel:

„Dabei verweist der Titel auf zwei Phänomene: Erstens auf eine neue Form der Verehrung, in der Selfies zu digitalen Objekten der Anbetung und Smartphones zu ‚Schein-Devices‘ werden. Und zweitens auf ein Frauenbild – im Spannungsfeld zwischen antiquierter Männervorstellung und moderner weiblicher Selbstbestimmung.“

Auf die Frage, ob die Fotos tatsächlich für den Blick der Männer gemacht sind, antwortet er mit einer Beobachtung. Ein Jahr lang habe er intensiv die Kommentare zu den Selfies gelesen. „Die Männer wollen die Frau haben, die Mädchen wollen sein wie sie“, sagt er. In der Ausstellung habe er jetzt bewusst die Kommentare weggelassen, damit der Betrachter seinen Kommentar selbst schreiben kann.

Wer mehr über den weiblichen Blick in der Fotografie in Zeiten von Social Media lesen möchte, dem empfehle ich das Buch „Girl on Girl. Art and Photography in the Age of the Female Gaze“ von Charlotte Jansen, „Pics or It Didn’t Happen“ von Molly Soda und Arvida Byström und die aktuelle Ausgabe von European Photography.

Ariana 1.490.423 Likes

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Kim 938.360 Likes

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Miley 210.310 Likes

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Kylie 249.525 Likes

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Kendall 2.061.294 Likes

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Selena 4.009.020 Likes

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Chris Drange zeigt „Relics“ im Rahmen der Absolventenausstellung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg von 14. bis 16. Juli 2017, 14.00 bis 20.00 Uhr in Raum 253. Das Buch „Relics“ ist bei Hatje Cantz erschienen.

20 artsy Instagram-Accounts

Hatje Cantz fragte mich, ob ich im Juli Gastblogger sein möchte, ich könne auch schreiben, worüber ich wolle. Das ist schön, dachte ich. Endlich ein Anlass, meine zwanzig Lieblingshunde auf Instagram zu listen. Dann dachte ich, das könnte vielleicht nur mir Freude bereiten, lieber lassen. So ein Gastblogger wird im Zweifel vielleicht schnell wieder abgesetzt, man weiß es ja vorher immer nicht. Deshalb also bin ich meinen Kopf und meine Instagram-Abonnements durchgegangen und liste 20 Accounts, die ich aus den verschiedensten Gründen ziemlich gut finde. Vielleicht haben auch Sie in Zukunft ein wenig Freude daran. Das wiederum würde mich freuen ­– Ihnen eine Freude bereitet zu haben.

Fangen wir an. (Wenn Sie einem Account folgen wollen, klicken Sie auf den Namen, darunter ist der jeweilige Account verlinkt oder öffnen Sie die App Instagram und tippen Sie in das Suchfeld @ und dann beispielsweise littlebrownmushroom).

Alec Soth, @littlebrownmushroom

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Man könnte Alec Soth auf Instagram aus vielen Gründen folgen: Weil er Magnum-Fotograf ist und das per se gut ist. Weil er die besten Nicht-Selfies macht – er nennt sie Unselfies. Weil er regelmäßig schöne Gedichte teilt. Und weil er verdammt lustig ist. Ich folge ihm wegen seines Hundes Misha. Er hat sogar ein eigenes Hashtag: #lbmisha.

Andy Kassier, @andykassier

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Andy Kassier als die männliche Version von Amalia Ulman einzuführen, das wäre etwas unfair. Denn Andy Kassiert performt schon ein paar Jahre länger in den Sozialen Medien. Andy Kassier ist superreich. Er sieht blendend aus. Er ist gut gekleidet, seine Frisur sitzt, ohne sein Lächeln geht er nicht aus dem Haus. Andy Kassier hat, was es braucht, um die Kunst des guten und erfolgreichen Lebens in den Sozialen Medien zu inszenieren. „Nichts gehört mir, aber alles könnte mir gehören“, sagt er. Was möglich ist, ohne Geld in die Hand zu nehmen, das möchte Andy Kassier zeigen. Und natürlich möchte er Klischees auseinandernehmen, indem er sie auf die Spitze treibt.

art et cinema, @art_et_cinema
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Haben Sie den Film „Catch Me If You Can“ mit Leonardo Di Caprio gesehen? Der Scheckfälscher und Hochstapler Frank Abagnale ist permanent auf der Flucht vor dem FBI-Ermittler Hanratty. Benjamin und Frédéric von art et cinema sind auch permanent auf der Flucht – wer, warum und wie lange noch, man weiß es nicht. Was ich weiß: Ihre Instagram-Serie „Catch Me If You Can“ ist großartig und die Flucht soll noch sehr lange erfolgreich sein, bitte.

Daniel Arnold, @arnold_daniel

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Der New Yorker Straßenfotograf Daniel Arnold ging vor ein paar Jahren durch die internationalen Medien, weil er zu seinem 34. Geburtstag Fotos via Instagram verkaufte. Der Grund: Er war pleite. Für $ 150 den Print. „I swear I will never sell anything this cheap again“, schrieb er damals. Wenige Stunden später war er $ 15.000 reicher. Daniel Arnold ist einer der besten Straßenfotografen auf Instagram, mittlerweile fotografiert er regelmäßig unter anderem für die New York Times und Vogue. Verdammt harte und gute Arbeit zahlt sich eben doch irgendwann aus. Mit seiner Contax und einem iPhone rennt er jeden Tag den ganzen Tag durch die Straßen von New York, er isst nicht, er macht keine Pausen, nur wenn er einen Film unterwegs verloren hat, dann rennt er zurück. Und vielleicht wird er irgendwann nicht mehr als Instagram-Fotograf, sondern als Fotograf eingeführt.

(Wenn Sie sehen möchten, wie er arbeitet, kann ich Ihnen diesen Film empfehlen.)

Ich kenne übrigens auch Instagram-Accounts, die nicht mit dem Buchstaben A beginnen.

Stephen Shore, @stephen.shore

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Stephen Shore halt.

Tag Christof, @americaisdead

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Wenn Sie Stephen Shore auf Instagram doof finden, weil er so gern den Boden oder den Garten seiner Frau fotografiert, folgen Sie einfach Tag Christof. Bei ihm sieht es aus, wie Stephen Shores Instagram in den 70ern ausgesehen hätte.

Jochen Overbeck, @ofeneck

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Der Journalist Jochen Overbeck mag für Nicht-Instagrammer eine etwas seltsame Leidenschaft haben. Er radelt stundenlang manchmal sogar tagelang kilometerweit durch Berlin, um eine schicke alte Karre vor einer im besten Fall noch schickeren Fassade zu finden. Und das alles für ein heißes #asundaycarpic. Er hat aber auch eine Leidenschaft für die Architektur der Moderne und für gutes Design.

Tekla Evelina Severin, @teklan

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Noch mehr Design. Noch mehr Architektur. Maximal bunt. Die Schwedin Tekla Evelina Severin ist Innenarchitektin, lebt in Stockholm und sie findet Farben, egal, wo sie gerade ist.

Ronja von Rönne, @sudelheft

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Falls Sie jetzt mit den Augen rollen, überspringen Sie diese Empfehlung. Falls Ihre Augen jetzt leicht glänzen und Sie nicht wussten, dass Ronja von Rönne eine erfolgreiche Frau auf Instagram ist, folgen Sie ihr ruhig. Selfies sind okay, zumindest von Ronja von Rönne und das fast nur wegen der komischen Bildunterschriften.

Wolfgang Tillmans, @wolfgang_tillmans

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Ja, Wolfgang Tillmans ist auch da. Und er ist auch auf Instagram, wie Wolfgang Tillmans eben so ist: politisch aktiv, an Kunst interessiert. Und manchmal postet er auch betrunken Fotos auf Instagram. Vermutlich wie wir alle.

Für das Monopol Magazin habe ich kürzlich mit Wolfgang Tillmans über “Handygeknipse” gesprochen und über sein Instagram geschrieben.

Teju Cole, @_tejucole

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Teju Cole ist der Fotografiekritiker des New York Times Magazine, für das er die Kolumne „On Photography“ schreibt, er ist außerdem Schriftsteller und Fotograf. Gerade ist sein erstes Fotobuch unter dem Titel „Blind Spot“ erschienen. Teju Cole hat die Geschichte der Fotografie eingeatmet und atmet sie in seinem Fotobuch wieder aus. Seine Einflüsse sind Stephen Shore, Joachim Brohm, Guido Guidi und Luigi Ghirri, und so sehen auch seine Fotos aus. Auf Reisen fotografiert er die blinden Flecken der Touristen, man könnte sein Projekt als intellektuelle Vermessung der Welt beschreiben. Instagram ist sein Notizbuch, sein visuelles Tagebuch. Dort arbeitet er gerade nach „Blind Spot“ an seiner neuen Serie. „Black Paper“ handelt davon, was man alles sieht, wenn man in die Dunkelheit starrt.

@biblio_philo

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Da Sie das Fotoblog von Hatje Cantz lesen, nehme ich an, dass Sie sich für Bücher interessieren. Philipp, seinen Nachnamen kenne ich nicht, der steht nicht in seinem Instagram Profil, ist Architektur Nerd, das steht dort, und er sammelt Bücher. Er zeigt regelmäßig Bücher aus seiner Sammlung und schreibt ausführlich darüber. Ganz klare Folgeempfehlung.

@geile_tiefgaragen_einfahrten

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Ich fahre kein Auto. Vielleicht schaue ich mir auch deshalb gern die geilen Tiefgarageneinfahrten auf Instagram an. Sie bekommen zu sehen, was der Account verspricht: geile Tiefgarageneinfahrten eben.

Heidi Specker, @heidispecker

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Sympathisch ist ein seltsames Wort. Man benutzt es nicht so gern, weil es irgendwie klingt wie nett. Und nett, das sagt man nicht über eine andere Person, außer man findet die Person ziemlich doof, langweilig, jedenfalls nicht weiter erwähnenswert. Die Fotografin Heidi Specker ist aber genau das auf Instagram: wahnsinnig sympathisch. Ihr letztes Instagram-Posting zeigt sie, wie sie sich eine Schweinchennase vor’s Gesicht hält.

Stephen Erfurt, @stephanerfurt

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„Fotograf und Director @coberlin Foundation“, steht in der Profilbeschreibung. Stephan Erfurt hat sich vorgenommen, jeden Tag ein Foto auf Instagram zu posten und das macht er auch. Die Übergänge zwischen privat und beruflich sind bei ihm fließend, die Beschreibung wahnsinnig sympathisch würde auch auf ihn zutreffen. Und er hat einen Hund, Baal heißt er, und Baal hat viele Hunde-Freunde. Es gibt also jede Menge Dog Content.
Falls Sie jetzt noch wissen wollen, von welchen Fotografen, die ich dank Instagram kenne, ich mir ein Fotobuch wünschen und kaufen würde, bitte weiterlesen. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss.

Hayley Eichenbaum, @inter_disciplinary

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Hayley Eichenbaum ist ein Viralhit unter den Fotografen auf Instagram. Es gibt vermutlich kein Online Magazin oder Blog, das ihre Bilder noch nicht gezeigt hat. Hayley spricht ganz offen über ihre Angststörung und wie ihr die Fotografie dabei geholfen hat, damit besser leben zu können. Sie fährt mit ihrem Auto und der Kamera im Gepäck die Route 66 entlang und macht dabei Fotos, so surreal, bunt und aufgeräumt, als wären es Standbilder aus einem Hollywood-Film, den es leider nicht gibt.

Kelsey McClellan, @kelseyemc

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Kelsey McClellan könnte der nächste Instagram-Viralhit werden. Schöner kann man Essen und Kleidung nicht kombinieren und fotografieren. Für das Styling ist Michelle Maguire zuständig, @pandahandler auf Instagram.

Pierco Percoco, @melted_butterr

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#foodporn im wahrsten Sinne des Wortes. So schmutzig wie Porn eben sein kann. Großartig.

Stefan Tschirner, @mr_sunset
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Der Berliner Stefan Tschirner ist Goldschmied, durch Instagram ist er zur Fotografie gekommen. Seine Fotos sind untypisch für Instagram. Man muss sich Zeit nehmen und genau hinsehen, um die Geschichten lesen zu können, die sie erzählen.

Und zum Schluss darf ein Dogs only Account doch nicht fehlen.
Steve, @wolfgang2242
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Der vermutlich schönste und manchmal auch traurigste Hundeaccount auf Instagram. „Life with Senior Dog Rescues, Bikini the pig, Stuart the rabbit, and etc.“, steht in der Profilbeschreibung. Dieses etc. sind Hunde, die zu alt, zu krank oder zu häßlich für eine Adoption sind. In diesem amerikanischen Haushalt finden sie ihre letzte Heimat und leben mit einem Huhn, einem Schwein und Hasen in einem Haus. Manchmal sterben die altersschwachen oder kranken Vierbeiner. Vor wenigen Tagen ist die blinde Phyllis (oben rechts im Bild) gestorben.

on the female gaze and the self portrait

For my last post of the series (sadly), I have to include Cindy Sherman. Her work clearly needs no introduction, only reflection.

Untitled Film Still #53 1980, reprinted 1998 by Cindy Sherman born 1954

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Until next time!

Zoe.

on the female gaze and spatial awareness

Moroccan-born photographer Lalla Essaydi’s carefully staged images of Arab women have caught the attention of curators and collectors around the world. Her subjects are often covered with henna art and traditionally calligraphy, two artistic practices often left to men. Covered in inscriptions and dressed to match the background, Essaydi’s women appear empowered, placed front and center, with bold stares and powerful stances, despite the fact they, quite literally, blend into the background.

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On the female gaze as activism

 

 

 

 

 

South African photographer and LGBT activist Zanele Muholi’s photographs speak for themselves. A self-proclaimed visual activist, the image she creates put her cause front and center for all to see. Her portraits of South Africa’s lesbian community document the beauty – and the struggles – of a community too often pushed to the side. Muholi’s subjects are delicate and strong all at the same time. Many of her photographs were stolen when her Cape Town apartment was robbed in 2012 – I think that gives you an idea of how controversial her work is to some. Despite the setback, she continues to document the faces and stories of an underrepresented community.

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On the female gaze and complex characters

Norwegian photographer Tonje Bøe Birkeland photographs female fictional characters traveling in remote natural landscapes. Her photographs can feel like stills from a film we haven’t seen yet; a young woman looks into a pair of binoculars, another stands in front of a makeshift tent, another walks through snowy mountains. Birkeland’s protagonists feel distant yet recognizable, their stories only partially told through photos, pieces of text, and objects. The line between truth and fiction becomes blurred, and we begin to fill in the gaps with our own imaginations.

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On the Female Gaze and Surrealism

Another female photographer whose caught my eye is Izumi Miyazaki, a young Japanese woman whose self-portraits recall midcentury surrealism. She attempts to channel the unconscious through highly staged images that feel cute, gory, and poetic at the same time. The contrast between her wild id and her highly controlled style makes her work especially compelling. Here are a few of her most thought-provoking photographs:

Izumi Miyazaki: Consciousness

Izumi Miyazaki: Consciousness

Izumi Miyazaki: Measure

Izumi Miyazaki: Measure

Izumi Miyazaki: Fish

Izumi Miyazaki: Fish

Izumi Miyazaki.

Izumi Miyazaki.

 

 

 

On the Female Gaze

A few months ago, I came across a new mens fashion magazine entitled  Boys by Girls at my favorite Berlin book and magazine shop. A young man, whose face and boyish stare looked vaguely familiar (upon googling, I learned he was Thomas Brodie-Sangster), somehow struck me as being both masculine and feminine at the same time.

The publication’s title, a clear effort to turn the tables on traditional gender roles by putting a woman behind the camera and a man in front of it, resonated with me. Like many art writers – and artists, for that matter – I’ve been thinking a great deal about the politics of gender representation in contemporary photography. To see a publication like this one fly off the shelves felt like validation for my own ideas, criticisms, and questions about how gender norms often dictate image making. I’d like to dedicate my month-long editorship of the Fotoblog to photographers who have informed my own thinking about how photography can help reframe conversations around gender. 

I’d like to start of by introducing the work of Maisie Collins, a young photographer whose depictions of female sexuality I can’t seem to look away from:

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Grass, Peonie, Bum. 2015.

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Sticky Lips (from S.E.X.), 2015.

 

Die schönsten Fotos vom Instawalk | pt. 2

Gemeinsam mit Hatje Cantz hat Kwerfeldein die schönsten Fotos unseres Instawalks ausgelobt. Um der Vielfalt der Bilder gerecht zu werden, haben wir sie in zwei Kategorien gesplittet. Nach unseren schönsten fünf Fotos in der Kategorie #moskauberlin folgt hier sind unsere Top Five zum Thema #streetphotography:

From Berlin to Moscow by @corneliaw

From Berlin to Moscow by @corneliaw

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