Moshe Gershuni

No Father, No Mother

Moshe Gershuni
No Father, No Mother

Hrsg. Neue Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Udo Kittelmann, Ory Dessau, Gestaltung von Sarah Lamparter, Text(e) von Udo Kittelmann, Ory Dessau, Sarah Breitberg-Semel, Doreet LeVitte Harten

Deutsch, Englisch

2014. 216 Seiten, 90 Abb.

gebunden

19,80 x 25,00 cm

ISBN 978-3-7757-3897-2

Künstlerisches Mahnmal der Erinnerung, expressiv und dunkel

Das künstlerische Schaffen von Moshe Gershuni (*1936 in Tel Aviv) überspannt mehr als 40 Jahre. Sein umfangreiches Werk ist kompromisslos und vielschichtig, es umfasst Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen. Eine große Unmittelbarkeit zeichnet seine Arbeiten aus, was sich in der Malweise zeigt: Gershuni breitet Papierbögen auf dem Boden aus und kriecht darüber, dabei verteilt er die tropfende, manchmal blutrote Farbe mit den Händen auf dem Malgrund. Das Einbeziehen historisch aufgeladener Symbole oder Passagen aus jüdischen Gebeten in hebräischer Schrift in viele Gemälde lässt das Entstehen der haptischen, überquellenden Farbflächen und scheinbar unkontrollierten, gewissermaßen vorsprachlichen Kompositionen zur theatralischen Performance, zum rasenden Ritual werden. Sinnlich und konzeptuell, emotional und kritisch-distanziert, authentisch und doch bewusst inszeniert, überwindet Gershuni in seinem Œuvre Gegensätze und lädt die Zeichen der Erinnerung mit der kathartischen Wucht des malerischen Aktes auf.

Ausstellung/Exhibition: Neue Nationalgalerie, Berlin 12.9.–31.12.2014

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