Blogger Novize

BlogfotoMarkus

Ich gestehe, das ist das erste Mal, daß ich in einem Blog schreibe. Meine Kollegin Barbara Luik hat mich in einem schwachen Moment zwischen zwei Bürotüren dazu überredet. Jetzt muss ich liefern, wie die Amerikaner so schön sagen: You got to deliver…..

In meinem ersten Beitrag geht es um das Buch “Mars”. Wahrscheinlich eines der teuersten Fotobücher aller Zeiten, wenn nicht sogar das teuerste überhaupt – und das beste daran, wir mussten nur einige wenige Promille der Kosten bezahlen. Was kostet es wohl, zwei Satelliten mit hochauflösenden Kameras zum Mars zu schicken und monate-, ja jahrelang den Planeten umkreisen zu lassen und die Oberfläche im Detail zu kartografieren und zu fotografieren ? Sicherlich ein paar Milliarden, aber das fragen wir mal lieber nicht so genau nach.

Dankenswerter Weise stellen Nasa und Esa (sozusagen bei diesem Buch die Fotografen bzw. Künstler) die Bilder gratis zur Verfügung und wir und die anderen Verlage, die das Buch herausgeben (Xavier Barral als Art Direktor und derjenige, der die Idee hatte und sie umsetzte für die französische Ausgabe sowie Aperture für die englische Ausgabe) müssen lediglich einige zehntausend Euros für Layout, Texte, Redaktion und Produktion bezahlen. Trotzdem kostet das Buch dann im Laden € 79,-. Aber diejenigen, die das Buch schon in der Hand halten konnten, hatten mit diesem Preis kein Problem. Denn das Buch ist ein Wunder! Ich lobe unsere Bücher ungern selbst, aber, da dieses Buch ja eigentlich von Xavier Barral gemacht wurde, lobe ich mehr ihn als uns. Es ist ein Wunder der Druckqualitität, des Zusammenspiels von Ausstattung, Layout, Produktion und Inhalt. Ich hatte die Ehre, das Vorabexemplar ein Wochenende für mich alleine zuhause auf dem Tisch liegen zu haben und habe einige Stunden mit Blättern und Staunen verbracht. Ich bin nicht leicht zu überzeugen, wenn es um Perfektion geht, aber bei diesem Buch stimmt alles, nicht ganz alles, aber kleine Fehler gehören für mich in jedes Buch und machen es damit nur “analoger”. Perfekt ist “digital”…..!

In den nächsten Tagen nehme ich mir vielleicht noch mehr Details des Buches und auch weitere eigene Bücher vor und berichte aus dem Alltag eines Büchermachers…..