Fotosommer an der Elbe

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Vom Selfie bis zum Baryt-Abzug: In diesem Sommer steht Hamburg mit zahlreichen Ausstellungen ganz im Zeichen des Mediums Fotografie.

Hamburg. Hamburg im Fotofieber: Vor vier Jahren fand die 1999 von der Hamburger Fotografie-Legende F. C. Gundlach, Jahrgang 1926, gegründete Triennale der Photographie mit Ausstellungen in nahezu allen Hamburger Museen und Galerien zum bisher letzten Mal statt. 200.000 Besucher haben sie damals gesehen. Im Juni startet nun die 6. Ausgabe der Megaschau. Zwecks weiterer Schärfung des Profils wurde der international ausgerichtete, polnische Fotospezialist Krysztof Candrowicz, Jahrgang 1979, zum künstlerischen Leiter bestimmt. Erstmals hat die Phototriennale damit einen externen Kurator. Unter dem Bibelmotto „The Day Will Come“ stellt er das Thema Zukunft in den Fokus. „In der Fotografie dreht sich eigentlich alles um die Vergangenheit“, sagt Candrowicz. „Wir nehmen die Herausforderung an, die Zukunft mit den Mitteln der Fotografie vorauszusagen.“ Welche Rolle spielt die künstlerische Fotografie in einer durch Handybilder, Selfies und soziale Netzwerke visuell übersättigten Gesellschaft? Aktuellen Fragen wie dieser will die Phototriennale auf den Grund gehen.

LEITOLF

Phototriennale: Eva Leitolf (*1966) Überfahrt, Melilla-Almería, Mittelmeer, 2009 aus der Serie: Postcards from Europe Archivpigmentdruck auf Karton, Konsole, Postkarten, 68,6 x 83,5 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Die Gruppenschau „When There Is Hope“ zu den Themen Identität und Emigration ist in der Hamburger Kunsthalle zu sehen. Die Werke stammen überwiegend aus der Sammlung der Deutschen Bank. Viele Fotokünstler setzen sich in der Schau mit ihrer eigenen Migrationsgeschichte, aber auch ganz allgemein mit den Lebensbedingungen von Flüchtlingen auseinander. Mit dabei sind etwa die indische Künstlerin Dayanita Singh, der Chinese Cao Fei und der Albaner Adrian Paci. Momente der Hoffnung, Utopien und die Suche nach dem eigenen Ich in einer fremden Welt prägen die inhaltlich stark aufgeladenen Fotografien dieser Schau.

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Phototriennale: Robert Longo (geb. 1953): Ohne Titel (Drachenkopf), 2005, aus der Serie „Monster“, DZ BANK Kunstsammlung, © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

>>> Fortsetzung folgt.