Salah M. Hassan

Wie man Marx von seinem Eurozentrismus befreitAnmerkungen zum afrikanischen/schwarzen Marxismus(dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 091)

Salah M. Hassan
Wie man Marx von seinem Eurozentrismus befreitAnmerkungen zum afrikanischen/schwarzen Marxismus(dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 091)

Text(e) von Salah M. Hassan

Reihe: dOCUMENTA (13): 100 Notizen - 100 Gedanken

Deutsch, Englisch

2012. 48 Seiten, 13 Abb.

E-Book

ISBN 978-3-7757-3120-1

Salah M. Hassan schlägt in seinem Text eine Neubetrachtung des afrikanischen Marxismus vor, mit der er gleichzeitig eine Befreiung Marx’, eines für das 20. Jahrhundert einflussreichsten politischen Denkers, vom Eurozentrismus bezweckt. Während der Entkolonisierung und der Befreiungsbewegung in Afrika und anderen Teilen der Dritten Welt in der Mitte des 20. Jahrhunderts, die mit den Anfängen der documenta zusammenfielen, wurde die Ideologie des Marxismus zur intellektuellen Leitkultur. Als Beispiele für die Innovationskraft und Kreativität des afrikanischen/schwarzen Marxismus, die in der gegenwärtigen Forschung nur wenig berücksichtigt werden, führt Hassan Texte zweier Schlüsselfiguren zusammen: die politische Verteidigungsrede By Virtue of Marxism, Your Honor (1956) von Abdel Khaliq Mahgoub (1927–1971), dem Gründer der Sudanesischen Kommunistischen Partei, der 1971 zusammen mit anderen führenden Mitgliedern der Partei hingerichtet wurde, sowie den Brief an Maurice Thorez (1956) von Aimé Césaire (1913–2008), dem martiniquinischen Philosophen, Dichter und Kritiker, in dem er die Gründe für seinen späteren Austritt aus der Kommunistischen Partei Frankreichs darlegt.

Salah M. Hassan ist Goldwin Smith Professor, Direktor des Institute for Comparative Modernities sowie Professor der African and African Diaspora Art History an der Cornell University in Ithaca, New York; er ist Mitglied des Honorary Advisory Committee der dOCUMENTA (13).

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