Hans Bellmer

Hans Bellmer

Hrsg. Michael Semff, Anthony Spira, Texte von Agnès de la Beaumelle, Alain Sayag, Wieland Schmied u.a., Gestaltung von Studio Blue, Chicago

Deutsch

2006. 296 Seiten, 297 Abb., davon 251 farbig

23,70 x 28,50 cm
gebunden mit Schutzumschlag

ISBN 978-3-7757-1793-9

»Der Ursprung meines skandalösen Werkes liegt darin, dass für mich die ganze Welt ein Skandal ist.« Hans Bellmer

Die Faszination der Surrealisten für Puppen und menschenähnliche Maschinen zeigt sich besonders deutlich im Werk Hans Bellmers (1902–1975). Der Künstler baute in den Jahren nach 1933 in Abkehr zum Körperkult der Nationalsozialisten verstörende Puppen aus Wachs, Holz, Flachs, Gips und Klebstoff, die er mit Perücken und Glasaugen ausstaffierte. Fotos dieser Figuren mit Fetischcharakter wurden im surrealistischen Magazin Minotaure veröffentlicht und vom Kreis um André Breton begeistert aufgenommen. Die Inszenierungen des weiblichen Körpers, die den berühmten Puppenkonstruktionen zu Grunde liegen, sind Ausgangspunkt für seine weiteren Arbeiten: Zeichnungen, Fotografien und Grafiken.

Intensiv an der Diskussion Freud’scher Thesen beteiligt, untersuchte er in ihnen psychoanalytische Theorien zu Hysterie und Übertragung und leistete damit einen wertvollen Beitrag zur Erforschung der Beziehung zwischen Sprache und Körper. (Englische Ausgabe ISBN 978-3-7757-1794-6)

Ausstellungen: Centre Georges Pompidou, Paris 1.3.–22.5.2006 · Staatliche Graphische Sammlung München 29.6.–27.8.2006 · Whitechapel Art Gallery, London 20.9.–19.11.2006

Ihr Merkzettel ist leer

Ihr Warenkorb ist leer

Kunstlexikon

Akt in der bildenden Kunst

Der Akt ist eines der ältesten und faszinierendsten Motive in der Kunst. Bietet das Motiv des unbekleideten Körpers doch geradezu unerschöpfliche Möglichkeiten, die Sicht des Menschen auf sich selbst, seine Ideale, Ängste und Träume darzustellen.

Diese Seite weiterempfehlen