Kuratieren 5: Zanele Muholi, Zeitz MOCAA, Kapstadt

Installationsansicht "ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht “ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama”. Foto: Nadine Barth

Weniger ist mehr oder wie man 7 Bilder in einem 50 m2 großen Raum hängt: Mit viel Luft, mit sehr viel Luft. Luft zum Atmen, Luft zum Spüren. Keine Symmetrie nirgends. 2 Bilder beieinander, 2 Bilder auseinander. Lediglich die Bank darf mittig sein und ist damit wie eine Spinne im Netz der Sichtachsen. Und die Wände: dunkel, elegant, satt. Sie korrespondieren mit den dunklen Flächen der Bilder, nur die Augen leuchten heraus, klassische Portraitfotografie, in diesem Fall Selbstbildnisse. Zanele Muholi heißt die Künstlerin, geboren 1972 in Umlazi, Durban, wohnhaft in Johannesburg, Gastprofessorin an der Hochschule für Künste in Bremen. Eine Aktivistin für die Rechte Schwarzer und der LGBTIQ-Fraktion und Gründerin des Forums for Empowerment of Women (FEW). In ihrer Serie „Somnyama Gonyama“ präsentiert sie sich in unterschiedlichen Kostümen, ihr Make-Up ist den Traditionen der Stämme nachempfunden, ein politisches Statement.

Installationsansicht "ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht “ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama”. Foto: Nadine Barth

Besucherin der Ausstellung "ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama". Foto: Nadine Barth

Besucherin der Ausstellung “ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama”. Foto: Nadine Barth

Installationsansicht "ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht “ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama”. Foto: Nadine Barth

Installationsansicht "ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht “ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama”. Foto: Nadine Barth

Installationsansicht "ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht “ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama”. Foto: Nadine Barth

Installationsansicht "ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht “ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama”. Foto: Nadine Barth

Sie sagt dazu: „Experimenting with different characters and archetypes, I have portrayed myself in highly stylised fashion using the performative and expressive language of theatre. The black face and its details become the focal point, forcing the viewer to question their desire to gaze at images of my black figure. By exaggerating the darkness of my skin tone, I’m reclaiming my blackness, which I feel is continuously performed by the privileged other.“

Installationsansicht "ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht “ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama”. Foto: Nadine Barth

Installationsansicht "ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht “ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama”. Foto: Nadine Barth

Detail aus der Ausstellung "ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama"

Detail aus der Ausstellung “ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama”

Die Titel der Ausstellung "ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama". Foto: Nadine Barth

Die Titel der Ausstellung “ZANELE MUHOLI: Somnyama Gonyama”. Foto: Nadine Barth

Ausgestellt ist diese feine Serie im Zeitz MOCAA in Kapstadt, einem neuen Museum, das dieses Jahr eröffnet wurde. Der Fokus liegt auf afrikanischer Kunst, hauptsächlich werden Werke aus der Sammlung des Initiators, Jochen Zeitz, gezeigt. Die Architekten schnitten das Gebäude, ein altes Silo in der Mitte durch. Auch hier also Luft, Luft zum Atmen oben, mit Blick auf den Tafelberg. Und so ist der Raum mit den 7 Bildern eine kleine Schatztruhe innen, die sich in die Weite der Sinne öffnet.

ZEITZ MOCAA, Kapstadt. Foto: Nadine Barth

ZEITZ MOCAA, Kapstadt. Foto: Nadine Barth

Auf dem Dach des ZEITZ MOCAA, Kapstadt. Foto: Nadine Barth

Auf dem Dach des ZEITZ MOCAA, Kapstadt. Foto: Nadine Barth

Die Ausstellung läuft bis zum 25. Juni 2018. zeitzmocaa.museum

18Jan 2018Write a comment

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