“Die Weltesche Yggdrasil …” von Andreas Hopfgarten bei gute aussichten – new german photography 2016/2017, bis 1. Mai 2017 in den Deichtorhallen Hamburg

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Bis Montag, 1. Mai 2017 ist die Ausstellung gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photographie 2016/2017 in den Deichtorhallen, Haus der Photographie Hamburg zu sehen. Katja Engler schrieb dazu im Hamburger Abendblatt am 10. März 2017: “Das Beste, was Deutschlands meist noch unbekannte Absolventen im Bereich Fotografie zu bieten haben, ist jetzt bis zum 1. Mai im Haus der Photographie zu sehen, … Die Höhepunkte: Herausragend sind die Arbeiten der beiden Hamburger Absolventen Julia Steinigeweg und Andreas Hopfgarten.” Die ganze Geschichte steht hier.

In loser Folge stellen wir hier die Arbeiten der sieben jungen Talente, die bei gute aussichten 2016/2017 dabei sind, vor und präsentieren, nach den Preisträgern Miia Autio und Chris Becher und Carmen Catuti heute den Fotografen Andreas Hopfgarten und seine umfangreiche Serie Die Weltesche Yggdrasil oder die Suche nach einer verlorenen Erinnerung, die hauptsächlich in Hamburg und Umgebung entstanden ist.

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Aus Briefen, Dokumenten, Erzählungen, Fotos und anderen Fundstücken konstruierte Andreas Hopfgarten‚ “die verlorene Erinnerung” seiner Familie aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und unmittelbar danach. Ein hybrides Puzzle mit vielen Leerstellen, das er, einem Archäologen gleich, Stück für Stück ausgräbt, zusammensetzt und mit eigenen Bildern und Objekten füllt. Hopfgartens Vorgehensweise kann als exemplarisch gelten, speist sich unsere Erinnerung doch aus einer Vielzahl von Bruch- und Versatzstücken gelebten Lebens. Sich erinnern ist nie ein faktischer Akt, sondern ein Hineintauchen in die Sedimente unserer Seele. Dorthin, wo wir Angst, Freude, Glück, Liebe, Schmerz und Verlust vergraben, alles Erlebte speichern wie in einer Blackbox. Ein Geruch, ein Klang, ein Bild vermögen diese Box zu öffnen und uns zu vergegenwärtigen, dass Erinnerungen tief verwurzelt sind in unserem Sein ­– wie die “Weltesche Yggdrasil”, der Weltenbaum, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umgreift.

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Andreas Hopfgarten (links) – hier bei der Präsentation seiner Arbeit “Die Weltesche Yggdrasil oder die Suche nach einer verlorenen Erinnerung” im Haus der Photographie, Deichtorhallen, im März 2017, zusammen mit dem Kurator des Hauses Ingo Taubhorn (rechts) und der Gründerin von gute aussichte, Josefine Raab (mitte) – hat an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg bei den Professorinnen Gesa Lange und Linn Schröder studiert und dort 2016 mit der “Weltesche Yggdrasil” seinen Abschluss gemacht. Weitere Bilder der umfangreichen Serie finden Sie hier.

gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2016/2017 wird von dem gleichnamigen Katalog (D/E) begleitet, der auf 224 Seiten und im handlichen Readerformat alle sieben Preisträger und ihre Arbeiten ausführlich in Wort und Bild vorstellt. Ausführliche Informationen zum Buch mit einer Leseprobe im freundlichen PDF-Format.

30May 2017Write a comment

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