gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2016/2017 bis 1. Mai 2017 in den Deichtorhallen, Haus der Photographie Hamburg

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Donnerstag, 9. März 2017, 20 Uhr, Hamburg: Josefine Raab, die Erfinderin & Gründerin von gute aussichten, laut dem Magazin DER SPIEGEL “Deutschlands renommiertester Wettbewerb für junge Fotografie” (22.01.2009), eröffnet im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg die Ausstellung gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2016/2017 und führt vor den zahlreichen Vernissagegästen in die ausgezeichneten Arbeiten der sieben Preisträger/innen ein.

Die Auseinandersetzung mit dem Eigenen, dem Fremden und dem Fremden als Teil von sich selbst scheint das unabgesprochene, übergeordnete Thema von gute aussichten 2016/2017 zu sein. Die Ausstellung des wichtigsten deutschen Nachwuchspreises für Absolventen von Fotografiestudiengängen präsentiert alle Arbeiten der sieben Preisträger. Es werden über 280 Motive, sechs Videos, drei Publikationen, zwei Diaprojektionen, ein Buch und erstmals 78 laubgesägte Holzbäume, ein Duschvorhang und ein Baum aus Papier und Tusche als Objekt gezeigt.

In loser Folge stellen wir hier die Arbeiten der sieben jungen Talente, die bei gute aussichten 2016/2017 dabei sind, vor und beginnen heute mit der Fotografin Miia Autio und ihrer Serie Variation of White, die in Tansania entstanden ist.

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Dunkelhäutige Frauen und Männer in bunter Kleidung bevölkern die Porträts von Miia Autio und verorten diese Menschen in unserem westlichen Blick nahezu instinktiv in Afrika. Irritation erregt jedoch sofort ein roter Punkt an der immer gleichen Stelle. Auch die röntgenartige Optik, die sich in „unser“ Bild drängt, signalisiert, dass unser Eindruck und der wahre Bildgegenstand vielleicht nicht übereinstimmen. Denn nicht das Positiv, sondern das Negativ wurde für den Abzug verwendet. Und dieses sorgt dafür, dass wir schwarze Menschen sehen, die in Wirklichkeit weiß sind. Ein genetischer Defekt hat aus ihnen Albinos gemacht, was in Tansania mit dem Glauben an magische Kräfte verknüpft ist und die Betroffenen zu Außenseitern der Gesellschaft stempelt. So behandelt “Variation of White” in erster Linie das sub­jektive Sehen und das Entstehen von Bildern in unserem Kopf, das nach vergleichbaren Mustern abläuft wie die Bildung von Vorurteilen.

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Die Finnin Miia Autio, hier bei der Präsentation ihrer Arbeit in den Deichtorhallen, hat an der Fachhochschule Bielefeld bei den Professorinnen Katharina Bosse und Dr. Anna Zika studiert und dort 2016 mit “Variation of White” ihren Abschluss gemacht. Alle Bilder der Serie finden Sie hier.

Die Ausstellung wird begleitet von dem Begegnungs- & Kommunikations-Forum für junge Fotografen, der gute aussichten_plattform8: WHERE?!, die vom 23.-26. März 2017 in den Deichtorhallen stattfindet und von über 50 hochkarätigen Fotografie-Experten, -Lieberhabern & -Profis bestritten wird. Das Programm & mehr Infos.

28Jun 2017Write a comment

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