Kuratieren 1: Ola Kolehmainen, HAM, Helsinki

Installationsansicht OLA KOLEHMAINEN "Sacred Spaces". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht OLA KOLEHMAINEN “Sacred Spaces”. Foto: Nadine Barth

Können Farben musikalisch sein? Die Komposition in Helsinki antwortet mit einem sanftem „Kyllä“ (finnisch für „Ja“). Gestrichen mit den Farben von Farrow & Ball, diesen sündhaft teuren, satt auftragenden, ungemein schönen Tönen – natürlich eco-friendly –, die man gern in Penthäusern zwischen Berlin und New York verwendet, blättert sich hier eine ganze Welt auf, in die man gern eintaucht. Verantwortlich für das Farbkonzept zeichnet das renommierte Architektur-Büro Sauerbruch Hutton, und Louisa Hutton erkärt auch bereitwillig einer fröhlichen Schar von Freunden, Sammlern und Wegbegleitern auf dem Pre-Opening, was es mit den Farben auf sich hat. Jedem Bild, sagt sie, sei ein eigener Raum zugeordnet, ein Farbraum, in dem es atmen könne. Es gäbe Sequenzen verschiedener Bewegungen, Proportionen, Dimensionen. Eine Art Reigen der Bilder.

Installationsansicht OLA KOLEHMAINEN "Sacred Spaces". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht OLA KOLEHMAINEN “Sacred Spaces”. Foto: Nadine Barth

Installationsansicht OLA KOLEHMAINEN "Sacred Spaces". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht OLA KOLEHMAINEN “Sacred Spaces”. Foto: Nadine Barth

Opening OLA KOLEHMAINEN "Sacred Spaces". Foto: Nadine Barth

Opening OLA KOLEHMAINEN “Sacred Spaces”. Foto: Nadine Barth

Installationsansicht OLA KOLEHMAINEN "Sacred Spaces". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht OLA KOLEHMAINEN “Sacred Spaces”. Foto: Nadine Barth

Die Serie „Sacred Spaces“ beinhaltet Bilder von Moscheen, Synagogen, Kathedralen und sogar umgewidmeten Räumen. Jedem Motiv wurde in der Ausstellung auch eine eigene Art der Rahmung zugeordnet. Manche Prints sind klassisch mit Holz und Abstandsleiste gerahmt, andere wurden kaschiert und mit einer Arcrylschicht veredelt. Einige bestehen aus mehreren Einzelbildern, ein für Ola typisches Verfahren. Einzelblicke werden zu einem Gesamtblick, der die Komplexität des Ganzen begreifbar macht.

Opening OLA KOLEHMAINEN "Sacred Spaces". Foto: Nadine Barth

Opening OLA KOLEHMAINEN “Sacred Spaces”. Foto: Nadine Barth

Detail of OLA KOLEHMAINEN "San Pietro, 1626 I, 2017"

Detail of OLA KOLEHMAINEN “San Pietro, 1626 I, 2017″

Installationsansicht OLA KOLEHMAINEN "Sacred Spaces". Foto: Nadine Barth

Installationsansicht OLA KOLEHMAINEN “Sacred Spaces”. Foto: Nadine Barth

Detail of OLA KOLEHMAINEN "Selimiye 1575 III, 2014"

Detail of OLA KOLEHMAINEN “Selimiye 1575 III, 2014″

Die Kuratorin der Ausstellung, Claire Gold, spricht von einem „Gesamtkunstwerk“, das die Ausstellung darstellt. Sie hatte die Aufgabe, alle Beteiligten zu koordinieren, den Bildern Olas ihre zugedachten Räume zu verschaffen, das Licht zu leiten. Sogar ein Sound-Designer war mit an Bord – er komponierte eigenes für die Schau einen sakral-inspirierten Ton-Teppich. Am Eröffnungsabend trägt Claire Gold rot, passend zum Aufmacher-Werk. Am Ende: ein strahlender Künstler, erleuchtet von der Fassade seiner Lieblings-Kathedrale.

Curator CLAIRE GOLD in front of OLA KOLEHMAINEN "Sehzade 1548 VII, 2014"

Curator CLAIRE GOLD in front of OLA KOLEHMAINEN “Sehzade 1548 VII, 2014″

Architect LOUISA HUTTON checking the color design of the show of OLA KOLEHMAINEN, Foto: Nadine Barth

Architect LOUISA HUTTON checking the color design of the show of OLA KOLEHMAINEN, Foto: Nadine Barth

A happy artist on the night of his opening at HAM: OLA KOLEHMAINEN in front of his work "Suleymaniye 1558 XI, 2014", Foto: Nadine Barth

A happy artist on the night of his opening at HAM: OLA KOLEHMAINEN in front of his work “Suleymaniye 1558 XI, 2014″, Foto: Nadine Barth

Die Ausstellung läuft noch bis zum 4. März 2018. https://www.hamhelsinki.fi/de/