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Ein Regisseur mit Kultstatus
Dem amerikanischen Künstler David Lynch wird der Kaiserring der Stadt Goslar des Jahres 2010 verliehen.
Laut Jury erhält David Lynch den Kaiserring für sein faszinierendes, gewaltiges Werk, das von früh an die Grenzen zwischen bildender Kunst und Film geleugnet hat. „Kein anderer Filmemacher bezieht sich in seinen Einstellungen so anhaltend auf die Erfahrungen des bil-denden Künstlers. Lynch entwirft in Bildern, Zeichnungen und Fotografien Stimmungen, un-terzieht sie formalen Exzessen, die in den Filmen nachklingen. Es ist eine leidenschaftliche Malerei, die mit dem Wissen um das Risiko spielt. Immer wieder bricht eine unzähmbare Wildheit aus den Bildern. Regelverstöße, Aufstand gegen Geschmack, Stilgefühl und An-stand sind unübersehbar“, so die Jurybegründung weiter.
Als erstes Museum in Deutschland stellt das Max Ernst Museum in Brühl zurzeit in der Ausstellung „Dark Splendor“ bis zum 21. März 2010 über 140 Werke von David Lynch aus. Der Katalog zur Ausstellung ist bei Hatje Cantz erschienen.
Der Goslarer Kaiserring ist einer der weltweit renommiertesten Preise für moderne Kunst. Vor David Lynch haben diesen Preis unter anderem Henry Moore, Max Ernst, Joseph Beuys, Georg Baselitz, Christo, Gerhard Richter, Cindy Sherman, Sigmar Polke, Christian Boltanski, Jenny Holzer, Matthew Barney, Andreas Gursky und im letzten Jahr Bridget Riley erhalten.
David Lynch wird den Kaiserring am 9. Oktober 2010 in Goslar in Empfang nehmen.
January 12, 2010
